So funktioniert die JPG-Komprimierung
JPG (JPEG) nutzt eine verlustbehaftete Komprimierung auf Basis der diskreten Kosinustransformation (DCT). Es teilt Ihr Bild in 8×8-Pixel-Blöcke und entfernt hochfrequente Details, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt. So lassen sich Dateien drastisch verkleinern — typisch 60-80 % — bei nahezu identischem Bild.
JPG-Qualitätsleitfaden
| Qualitätseinstellung | Größenreduktion | Sichtbarer Effekt | Am besten für |
|---|---|---|---|
| 90-100% | 30-50% | Nicht wahrnehmbar | Druck, professionelle Fotografie |
| 75-85% | 60-75% | Bei 1x-Zoom nicht unterscheidbar | Web-Bilder, Social Media |
| 60-74% | 75-85% | Geringe Artefakte bei 2x-Zoom | Thumbnails, E-Mail-Anhänge |
| Below 60% | 85%+ | Sichtbare Blockartefakte | Nur für Vorschauen |
Empfehlung: Qualität 80 % ist der ideale Wert für die meisten Web-Zwecke. Sie liefert 60-70 % weniger Dateigröße ohne sichtbaren Qualitätsunterschied bei normalem Betrachtungsabstand.
Wann JPG verwenden
- Fotos — komplexe Szenen mit Verläufen und vielen Farben
- Web-Banner — Hero-Bilder, Produktfotos, Blogbilder
- Social Media — Profilbilder, Titelbilder, Beiträge
- E-Mail-Anhänge — wenn Größenlimits gelten
Wann JPG nicht verwenden
- Bilder mit Text — JPG erzeugt Blockartefakte an scharfen Kanten. Nutzen Sie stattdessen PNG.
- Screenshots — flächige Farben und scharfe Linien leiden unter JPG.
- Transparenz nötig — JPG unterstützt keinen Alphakanal. Nutzen Sie PNG oder WebP.
- Wiederholt bearbeitete Bilder — jedes erneute JPG-Speichern verliert Qualität (Generationsverlust).