PNG vs JPG vs WebP: Welches Bildformat sollten Sie verwenden?

20. März 2026 · 8 Min. Lesezeit
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Das falsche Bildformat kann Ihre Dateien 3- bis 5-mal größer machen als nötig. Dieser Leitfaden vergleicht PNG, JPG und WebP mit echten Benchmark-Daten, damit Sie jedes Mal die richtige Wahl treffen.

Kurze Antwort

Für Fotos: Nutzen Sie WebP (30 % kleiner als JPG). Greifen Sie auf JPG zurück, wenn die Browser-Unterstützung zählt.
Für Screenshots/Text: Nutzen Sie PNG für pixelgenaue Schärfe.
Für Web-Performance: Nutzen Sie WebP, wo immer möglich. Es schlägt JPG und PNG in jedem Szenario.

Format-Überblick

MerkmalJPG/JPEGPNGWebP
KomprimierungVerlustbehaftetVerlustfreiBeides
TransparenzNeinJaJa
AnimationNeinNein (APNG ja)Ja
Browser-Unterstützung100%100%97%+
Am besten fürFotosGrafiken, TextAlles
Erschienen199219962010 (Google)

Benchmark: Dateigrößenvergleich

Wir haben 50 Bilder (25 Fotos + 25 Grafiken) in allen drei Formaten mit vergleichbaren Qualitätseinstellungen komprimiert:

Fotos (25 Bilder, im Schnitt 3000×2000px)

FormatØ Größevs OriginalQualität (SSIM)
Original (unkomprimiert)5.2 MB1.000
JPG (Q80)680 KB-87%0.985
PNG4.1 MB-21%1.000
WebP (Q80)490 KB-91%0.987

Grafiken und Screenshots (25 Bilder)

FormatØ Größevs OriginalQualität
Original (PNG)1.8 MBPixelgenau
JPG (Q90)420 KB-77%Leichte Unschärfe bei Text
PNG (optimiert)1.1 MB-39%Pixelgenau
WebP (verlustfrei)780 KB-57%Pixelgenau

Kernbefund: WebP schlägt JPG bei Fotos um 28 % und PNG bei Grafiken um 29 % — bei gleicher oder besserer Qualität. Es gibt kein Szenario, in dem WebP verliert.

Im Detail: JPG (JPEG)

Funktionsweise: JPG teilt Bilder in 8×8-Pixel-Blöcke und wendet auf jeden eine diskrete Kosinustransformation (DCT) an. Hochfrequente Details (feine Texturen) werden zuerst verworfen, der Gesamteindruck bleibt erhalten.

Stärken:

Schwächen:

Im Detail: PNG

Funktionsweise: PNG nutzt DEFLATE-Komprimierung (ähnlich ZIP) auf Pixeldaten mit prädiktiver Filterung. Jedes Pixel bleibt exakt erhalten — kein Qualitätsverlust.

Stärken:

Schwächen:

Im Detail: WebP

Funktionsweise: Von Google entwickelt, nutzt WebP die VP8-Videocodec-Technik für die verlustbehaftete und einen eigenen Ansatz für die verlustfreie Komprimierung. Es analysiert ganze Blöcke (bis 16×16) statt fester 8×8 und erzielt so bessere Vorhersagen.

Stärken:

Schwächen:

Entscheidungsdiagramm

  1. Ist das Bild ein Foto oder ein realistisches Bild?
    • Ja → Nutzen Sie WebP (oder JPG als Fallback)
    • Nein → weiter
  2. Braucht es Transparenz?
    • Ja → Nutzen Sie WebP (oder PNG als Fallback)
    • Nein → weiter
  3. Enthält es Text, Code oder scharfe Kanten?
    • Ja → Nutzen Sie PNG für Pixelgenauigkeit oder WebP verlustfrei
    • Nein → Nutzen Sie WebP verlustbehaftet

Was ist mit AVIF?

AVIF ist der neueste Kandidat und bietet 20 % bessere Komprimierung als WebP. Doch die Browser-Unterstützung liegt erst bei ~92 %, das Encoding ist deutlich langsamer und das Tooling weniger ausgereift. Für die meisten Anwendungen 2026 bleibt WebP die praktische Wahl. AVIF behandeln wir in einem kommenden Artikel ausführlich.

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Zusammenfassung

WebP ist 2026 der klare Sieger fürs Web, schlägt JPG und PNG bei der Dateigröße und erreicht oder übertrifft die Qualität. Nutzen Sie JPG als universellen Fallback für Fotos und PNG, wenn Sie pixelgenaue Grafiken mit Transparenz brauchen. Welches Format auch immer — komprimieren Sie immer vor dem Veröffentlichen.